Bentley

Bentley gehört zu den britischen Fahrzeugherstellern. Es ist ein angelsächsicher Familienname. Seit 1998 gehört die Automarke zum Volkswagen-Gruppe.
Gegründet wurde die Bentley Motors Ltd. im August 1919 von Walter Owen Bentley. Er war selber Rennfahrer und gewann einige Rennen mit seinen eigens verbesserten Autos.
1919 wurde das erste Fahrzeug, der 3 litre, in die Öffentlichkeit gebracht. Wurde aber erst 1921 verkauft. Insgesamt konnte man um die 1600 3-Litre Bentleys produzieren. Die schnellste Version war der Super Sports, der es auf 160 km/h kam. Damals ein Spitzenwert.
Danach folge der ab 1926 hergestellte 6,5 Liter Sechszylinder Speed Six.
Schon seit Gründung litt das Unternehmen an Geldmangel.
Bekannt wurden die Bentleys besonders durch die vielen Rennerfolge. So zum Beispiel die Siege im 24 Stunden Rennen von Le Mans.
Aber nicht nur im Rennsport überzeugte man. Man baute viele elegante Fahrzeuge. Sie waren der Konkurrenz zu Daimler und Rolls-Royce gewachsen.
1930 erschaffte man den Bentley 8 Liter. Da zu dieser Zeit die Weltwirtschaftskrise um sich griff, konnte man nicht überzeugen. Er war zwar elegant und konnte hohe Geschwindigkeiten erreichen, aber der Preis war einfach zu hoch. So konnte er keine Erfolge erzielen. Leider konnten die Folgemodelle diesen Verlust nicht ausgleichen und 1931 wurde Konkurs angemeldet.
Bei der Versteigerung konnte die British Central Equitable Trust das höchste Gebot abgeben. Sie handelten im Auftrag von Rolls Royce. So konnte man einen Wettbewerber verhindertn.
Man baute noch aus den bestehenden Teilen einige 4 Liter-Modelle, aber parallel wurde weiterentwickelt. Dieser wurde unter dem Namen „The Silent Sports Car“ bekannt. Gefertigt wurde jetzt in Derby. Daher auch der Name Derby-Bentleys.
Die Entwicklungen mussten durch den zweiten Weltkrieg unterbrochen werden und so konnten nur 19 Prototypen entwickelt werden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Produktion für das normale Volks wieder aufgenommen. Bisher wurde nur das Fahrgestell mit Motor angeboten. Mit dem Bentley Mark VI wurde erstmalig ein komplettes Auto gebaut.

1965 baute man den Silver Shadow. Er galt als revolutionäres Auto, da er nicht mehr den konservativen Look hatte, sondern an den Zeitgeist angepasst wurde. Auch die Technik war auf dem neusten Stand. Es wurde erstmals eine selbsttragende Karosserie, Scheibenbremsen und eine unabhängige Radaufhängung verbaut.

1980 wurden der Rolls Royce Silver Spirit und der Bentley Mulsanne vorgestellt. Dadurch erholten sich die Bentley Verkäufe. Durch einen deutlich stärkeren Motor konnte man neue und jüngere Käuferschichten erreichen.

Die Verkaufszahlen nehmen stetig zu und seit 1990 werden mehr Bentleys wie Rolls Royces produziert. Viele lehnten den protzigen Rolls Royce ab und bevorzugten eher den schnelleren Bentley.
1998 wurde das Unternehmen Rolls Royce an Volkswagen verkauft. BMW kündigte daraufhin die bestehenden Motorenlieferungen. Sie konnten sich durch gute Kontakte an der eigenständigen Rolls-Royce plx (Flugzeugtriebwerke) die Rechte am Namen sichern. VW hatte zwar nur das Werk und den Namen Bentley erkauft, aber eben nicht die Namensrechte an Rolls-Royce. Daher gab es die Vereinbarung zwischen BMW und VW, im Stammwerk von Crewe bis Ende 2002 unter Lizenz Rolls Royce Modelle zu bauen. BMW baute eine völlig neue Fertigung in Goodwood auf.
Zu den aktuellen Modellen gehören die Limousine Arnage, das sportliche Coupe Continental und das Cabrio Azure II.

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