Corvette

Corvette ist ein amerikanischer Sportwagenhersteller, der zu General Motors gehört.
Die erste Corvette wurde 1953 hergestellt und war damit der zweite Sportwagen, der in den USA hergestellt wurde.
Früher wurde das Fahrzeug Chevrolet Corvette genannt. Aber in Europa bürgerte sich nur der Markenname Corvette ein, dadurch hebt man sich deutlich von den Chevrolet-Automobilen ab.
In den Jahren 1953 bis 1962 baute man die Chevrolet Corvette C1.  Anfangs wurden sie in knapper Stückzahl (300 Stück jährlich) hergestellt. Man baute im ersten Modell Serienteile von anderen Chevrolets zusammen. Auch der Motor war nur ein leicht verändertet 6-Zylinder. Schon damals kam der Wagen auf gute 145 PS und innerhalb von 11 Sekunden auf Tempo 100. Anfangs hatte das Auto nur eine Zwei-Gänge-Automatik.
Nachdem der Sechszylinder durch einen V8 ersetzt wurde, wurde die Corvette endlich ein richtiger Sportwagen.
Die Verkaufszahlen stiegen erst ab 1955, wo man den Chevrolet-V8-Motor auf den Markt brachte.
1958 wurde die erste Generation überarbeitet und mit Doppelscheinwerfern bestückt. Das Auto wurde insgesamt breiter und länger. Die Motorleistung lag zwischen 230 und 290 PS.
In den Jahren 1963 bis 1967 wurde die Corvette C2 produziert. Erstmals wurde neben dem Cabriolet auch ein Coupé gebaut. Es war das legendäre 63er Corvette Coupé. Dieses hatte als Besonderheit die geteilte Heckscheibe. Aber die Sicht nach hinten wurde beeinträchtigt und wurde 1964 durch eine normale einteilige Scheibe getauscht.
Die Sting-Ray-Generation wurde von GM-Designer Bill Mitchel zwischen 1963 und 1967 entworfen und gebaut. Das Cabrio war nach kurzer Zeit beliebter als das Coupé und die Produktionszahlen des Cabriolets wurden gesteigert.
1963 überarbeitet man die Corvette gründlich. Die Karosse wurde neu konstruiert, aber die Ausführungen waren nur bis 1967 aktuell.
Die zweite wichtige Veränderung war die Einzelradaufhängung hinten. Diese Technik wird noch bis heute gebaut. 1965 änderte man auch die Trommelbremsen durch Scheibenbremsen.
Die nächste Generation war zwischen 1968 und 1982 und wird durch die Corvette 3 vertreten. Der Designer dieser Fahrzeuge war David Holls. Die C3-Corvette wirkt deutlich muskulöser als die Vorgänger. Das Seitenprofil sieht einer Coca-Cola-Flasche ähnlich und das Auto erhielt den Beinamen „Coke bottle shape Corvette“. Kritiker bemängelten, dass praktische Dinge in den Hintergrund getreten sind und Spielereien wichtiger waren. Leider war auch die Verarbeitungsqualität nicht die Beste.
Im Modelljahr 1974 musste man durch die neuen Sicherheitsbestimmungen einiges ändern. Man nahm zum Beispiel Stoßfänger aus Polyuretha, im Folgejahr wechselte man die Chromstoßstange durch ein Kunststoffteil aus.
Die Absatzzahlen in den Jahren 1978 und 1979 waren rekordverdächtig. Aber diese sanken immer weiter bis zum Jahr 1982 und ein weiteres Modell wurde nötig. Das Modell war einfach nicht mehr gegen die europäische und japanische Konkurrenz durchsetzungsfähig.
Die Corvette C4 wurde im Jahr 1984 geboren und hatte bis 1996 Bestand. Das neue Modell war größtenteils neu entworfen, aber die Corvette-typischen Merkmale blieben bestehen. Die Motorhaube war eine Neuheit. Die komplette Front, inklusive der Kotflügel, lässt sich aufklappen. Aufhängung und Chassis wurden ersetzt und erhielt neuste Technik. Man arbeitete auch mit dem Reifenhersteller Goodyear zusammen. Dadurch wurde die Reifen auf das Fahrwerk angepasst, damit höchste Geschwindigkeiten erzielt werden konnten.
Natürlich schlug dies auf den Federungskomfort. Der Jahrgang 1984 hatte offensichtlich die größte Mühe, die Tester und Kritiker mit seinen Qualitäten des beinahe renntauglichen Fahrwerks zu beeindrucken. Egal ob mit dem normalen Fahrwerk oder der berühmten Option Z-51, womit die Federung nochmals wesentlich härter ausfiel – dieses Modell wurde mehr als einmal für seine zu harte Federung kritisiert – die das Auto zwar sehr gut beherrschbar machte, aber mit der Zeit unkomfortabel war. Bereits ab dem Jahrgang 1985 wurde dieser Fehler behoben und die Federrate der Seriencorvette war noch zur Hälfte so hart wie ein Jahr zuvor, ebenso mit der Option Z-51. Ebenfalls ab dem Jahr 1985 wurde eine Saugrohr-Einspritzung eingebaut, was einerseits eine Leistungszunahme war und andererseits eine Reduktion des Verbrauchs. Zusätzlich konnte ab 1988 mit den Optionen Z51 und Z52 17-Zoll Räder geordert werden, womit sich die C4 hervorragend mit manch europäischer Konkurrenz messen und vielfach dank besserem Preis-/Leistungsverhältnis durchsetzen konnte.
Ab 1997 bis 2004 war die Chevrolet Corvette C5 auf dem Markt. Es ist eine komplett neue Corvette. Der Radstand wurde größer, das Getriebe wurde an die Hinterachse verschoben. Zunächst war es nur als Coupé lieferbar. Der V8 Motor lieferte 344 PS. Der Sprint auf 100 km/h schaffte die Corvette in 5,4 Sekunden.
Ab 2001 wurde die Corvette nochmals technisch verändert und die Sprintzeit sank auf 4,7 Sekunden.
Ab 1998 erschien dann eine Cabrio-Version der Corvette.
2002 bis 2004 verkaufte man eine limitierte Auflage der C5 Cabrio-Version auf Basis von Z06. Davon wurden nur 60 Exemplare weltweit verkauft. Der Preis lag bei stolzen 86.000 Euro. Mit 5,7 Litern Hubraum hatte die Corvette Rennwagenqualitäten.
Seit 2005 wird die Reihe Corvette C6 gebaut. Auch jetzt noch in dieser sechsten Generation gilt die Corvette als typisch amerikanischer Sportwagen. Zwar auf die europäischen Bedürfnisse angepasst, aber einige Dinge blieben in der 50-jährigen Geschichte. Zum Beispiel der V8 Smallblock-Motor, die leichten und haltbaren Blattfedern und eine umfangreiche Serienausstattung. Diese wurden nur verbessert.
Die modernen Corvette Motoren sind keine Spritfresser mehr.

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