Jaguar

Jaguar cars Ltd. ist eine britische Automobilmarke. Seit 1989 gehört diese zur Ford Motor Company. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Allesley im Westen von Coventry. Weiterhin steht noch ein Entwicklungszentrum in Whitley im Süden von Coventry und Werke in Castle Bromwich (Birmingham) und Halewood (Liverpool).

1922 gründete Sir William Lyons das Unternehmen und vergab den Namen „Swallow“. Anfangs baute man nur Motorradbeiwagen.
1926 zog man in eine größere Werkstatt. Ab dann konnte man auch Karosseriereparaturen anbieten.
Ab 1927 wurden dann Karosserien hergestellt. Diese waren komplett und sportlich.
1928 ein weiterer Umzug nach Foleshill in der Nähe von Coventry.
1931 begann die Produktion von Fahrzeugen, die man „S.S.“ nannte. Grund dafür war die Uneinigkeit, ob man „Standard“ oder „Swallow“ zuerst nennen wollte. Ab 1935 stellte man besonders leistungsstarke Modelle vor. Diese wurden „S.S. Jaguar“ genannt. Der Tiername wurde 1945 zum Markennamen. Merkmal war das besonders niedrige Chassis, das man aber nicht selber herstellte.
1935 erschien auf der Basis des S.S. 1 ein Sportwagen mit zwei Sitzen und dem Namen S.S. 90.
Im Oktober 1935 konnte man die erste viertürige Limousine vorstellen. Der Motor war Standard und erhielt hängende Ventile, die über 100 PS erzeugen konnten.
Im Gegensatz zu Bentley oder Alvis konnte man die Automobile günstig anbieten und der Name „Jaguar“ hatte einen guten Klang.
1937 kam ein Spitzenmodell hinzu. Der Wagen hatte 3,5 Liter. Zeitgleich wurde noch das Drophead Coupé vorgestellt. Es war ein zweitüriges Cabriolet, welches in drei Motorgrößen erhältlich war.
Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel die Bezeichnung „S.S.“ weg und man nannte sich nur noch „Jaguar“.
1948 konnte auf dem ersten Nachkriegs-Autosalon in London seinen XK 120 vorstellen. Ein Auto mit wunderbarer Linienführung und überdurchschnittlichen Fahrleistungen. Damit schaffte Jaguar seinen Durchbruch. Besonders ist der Motor mit oben liegender Nockenwelle, hängenden Ventilen und halbkugelförmige Brennräume. Noch heute wird die Bezeichnung XK für besonders sportliche Modelle der Marke verwendet. Obwohl die Konstruktion sehr schwierig ist, können die Motoren mit Zuverlässigkeit glänzen. Das Aggregat wurde für den Rennsport entwickelt und 1951 konnte man das 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewinnen.
Die vielen Siege konnten die Verkäufe der normalen Automobile ankurbeln. Die Absatzzahlen des XK 120 stiegen. 1954 löste man den XK 120 durch den XK 140 ab. Aber 1957 wurde auch dieser durch den XK 150 getauscht. Dieser hatte das gleiche Fahrgestell, aber eine modernere Karosserielinie.
Leider zerstörte ein Feuer ein Drittel der Produktionsanlagen und die Kleinserienproduktion musste eingestellt werden.
Anfang 1960 konnte Lyons die Daimler Motor Company von der Birmingham Small Arms Company abkaufen.
Anfang der 1970er Jahre geriet Jaguar durch Streiks, falschen Entscheidungen des Managements und Qualitätsproblemen in finanzielle Schwierigkeiten. Daraufhin kontrollierte der Staat die Firma.
Margaret Thatcher wollte die staatlichen Unternehmen privatisieren. 1980 übernahm John Egan die Leitung bei Jaguar. Aber es konnten nur 13.000 Fahrzeuge verkauft werden. Aber durch die Qualitätssteigerungen konnten die Absatzzahlen wieder gesteigert werden.
1984 konnte sich Jaguar von British Leyland lösen. In dieser Zeit konnten auch wieder wichtige Siege erreicht werden.
Ende 1989 übernahm die Ford Motor Company das Unternehmen Jaguar.  Man fasste 1998 Jaguar, Aston Martin und Lincoln zur Premier Automotive Group zusammen. Lincoln verließ aber schnell die Gruppe und Volvo und Land Rover kamen hinzu.
Mitte der 90er Jahre konnte endlich die Gewinnzone erreicht werden.
Durch die Hilfe von zwei kompakten Limousinenbaureihen sollte die Kapazität von 50.000 auf 200.000 Stück gesteigert werden. Dazu wurde das Werk in Halewood bei Liverpool komplett neu gebaut.
Seit 1999 erfüllt der S-Type die Erwartungen. im Gegensatz zum X-Type. Er war ein Verlierer. Erst mit dem Kombi X-Type Estate konnte man die Lage wieder verbessern. Leider musste Jaguar riesige Verluste hinnehmen. Arbeitsplätze mussten abgebaut werden und das Stammwerk in Browns Lane bei Coventry musste verkauft werden. Das Werk Halewood wird gleichzeitig noch von Land Rover mitbenutzt.
Seit 2005 wird die Marke Jaguar wieder interessant. Man stellte einen Aluminium-Sportwagen vor. Auch die XJ-Limousinen konnten überraschend für gesteigerte Verkaufszahlen sorgen.
Jaguar bietet zurzeit vier Baureihen an. Die klassische Reihe ist die X 350-Reihe. Es sind Fahrzeuge mit Aluminiumkarosse und Luftfederung. Die obere Mittelklasse ist seit der Einführung des S-Type etabliert. Angeboten werden sparsame und leistungsstarke Dieselmotoren. Zu den Mittelklasse-Wagen gehört der X-Type. Ihn kann man als Dieselversion, mit Allradantrieb und als Kombi kaufen. Dann gibt es noch das Advanced Lightweight Coupé. Es löst den Vorgänger mit Stahlkarosse ab und erhält jetzt eine Aluminiumkarosserie.

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