Jeep

Jeep gehört heute mit zur Daimler Chrysler AG. Eigentlich ist Jeep eine Marke. Aber diese hat sich so eingebürgert, dass man alle geländetauglichen Fahrzeuge umgangssprachlich als „Jeep“ bezeichnet.
Woher der Name Jeep kommt, kann nicht eindeutig geklärt werden. Eine der bekanntesten Erklärungen ist die Herleitung aus der Abkürzung GP für General Purpose. Andere hingegen glauben an die Tatsache, dass der Name aus der Trickfilmserie Popeye stammt. Dort gibt es die Figur Eugene de Jeep. Es war ein hundeähnliches Wesen, welches durch Wände und Decken gehen konnte, Bäume besteigen und fliegen konnte. Man vermutet, dass die Soldaten von den Fähigkeiten des neuen Fahrzeugs so überzeugt waren, dass sie das Fahrzeug Jeep nannten. Am wahrscheinlichsten ist wohl diese Version.
Im Jahr 1941 wurde der Name Jeep erstmals vom Chef-Testfahrer Willys-Overland vorgestellt. Überliefert wurde, dass bei der Pressevorstellung der Fahrer des Jeeps die Treppe des Capitols in Washington hochfuhr. Einer der Journalisten fragte, was das für ein Auto sei und man antwortete „It´s a Jeep!“. Der Name kam in jedem Zeitungsartikel vor und so übernahm man den Begriff. Sogar das Militär akzeptierte diesen Namen.
Schon seit 1938 stellte die Firma Bantam für die US Armee ihren BRC vor. Man war begeistert von den Fähigkeiten, aber das Projekt war einfach zu teuer. Anfang des Zweiten Weltkrieges musste man aber handeln, da die Deutschen immer stärker wurden. Man entschloss sich 1940 zu einer Ausschreibung. Es sollte ein Geländefahrzeug entworfen werden, dass All-Rad hatte und 250 kg Zuladung zuließ. Leider war die US-amerikanische Automobilindustrie weniger daran interessiert. Durch die kurzen Zeiten wäre dieses Geschäft nicht rentabel genug. Aber das Unternehmen Bantam hatte genug Erfahrung mit solchen kleinen, leichten Fahrzeugen. Um die eigene Firma wieder aus finanziellen Nöten zu holen, steckte man alle Kraft in dieses Projekt. Auch die Firma Willys-Overland beteiligte sich an dem Projekt, da sie auch in Schwierigkeiten waren. Im Gegensatz zu Bantam konnten sie den Prototypen nicht rechtzeitig genug fertig stellen.
Der Bedarf an dem neuen Auto war sehr groß und die kleine Firma konnte die Nachfrage nicht decken. Daher überredete das Verteidigungsministerium die Ford Motor Company, in das Projekt einzusteigen. Alle drei Firmen sollten nun je 1500 Fahrzeuge schnellstens herstellen. Obwohl Bantam protestierte, bekamen Willys-Overland und Ford Einblick in die Unterlagen. Daher unterschieden sich die Fahrzeuge der drei Hersteller optisch und technisch kaum.
Nach Tests entschied sich das Militär für den „Willys MA“. Der Motor war hier entscheidend. Er hatte 60 PS und hatte rund 25 Prozent mehr Kraft als der Motor des BRC. Ab jetzt produzierte man diese Fahrzeuge. Bis Kriegsende konnte man über 360.000 Einheiten fertig stellen.
Ford übernahm das Design des Willys MB. Dadurch konnten 270.000 Fahrzeuge vom Band laufen.
Nach Kriegsende stellte Ford die Produktion ein. Willys-Overland produzierte weiter und entwickelte den Nachfolger, den M38.  Auch dieser wurde an das Militär geliefert.
1953 wurde Willys-Overland von Kaiser-Jeep übernommen.
Der aktuelle Nachfolger des Jeeps ist der HMMWV von AM General. Die Soldaten nannten ihn Humvee. Man baute eine Zivilvariante. Daraus entwickelte sich die Marke HUMMER.  Wie auch Jeep wurde diese Marke an General Motors verkauft.
Schon während des Zweiten Weltkriegs wollte Willys-Overland den Jeep zivil einsetzen. 1945 war es soweit. Der CJ-2A wurde gebaut. Er hatte einen verbesserten Antriebsstrang und einen besseren Motor.  Ab jetzt wurden auch andere Fahrzeuge unter der Jeep-Marke verkauft.
1950 bekam Willys-Overland entgültig die Markenrechte für „Jeep“. Danach wechselte das Unternehmen noch mehrmals die Besitzer.
1953 wurde man von Kaiser-Frazer aufgekauft und 1963 nannte man die Firma in Kaiser-Jeep um.
1987 kaufte Chrysler Corporation die Marke auf und das Unternehmen wurde in „Jeep-Eagle Division“ umbenannt. Nachdem Chrysler und Daimler-Benz 1998 den Zusammenschluss vollzogen, strich man Eagle wegen Unrentabilität. Seitdem ist Jeep ein Teil der DaimlerChrysler AG.
Heute hat der DaimlerChrysler Konzern die Vermarktungsrechte für das Wort „Jeep“ und das Design des Kühlergrills. Dieser besteht aus sieben abgerundeten langen Aussparungen.
2007 soll der neue Jeep Wrangler verkauft werden. Durch das Retro Design erinnert der neue Jeep an die klassischen Modelle. Im September 2007 erscheint auch der Jeep Patriot. Das ist ein SUV mit runden Scheinwerfern und dem typischen Kühlergrill.

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